Tauffenster klein
Perspektiv- entwicklung

Bedenken Sie:

Erst Ihre rege Beteiligung am Gemeindegeschehen macht unsere Gemeinde auch für Sie zu einer lebendigen Gemeinde.

Rückblick auf ....

....die Visitation 2010

Die Visitation unserer Gemeinde begann mit der Podiumsdiskussion am 12. Oktober zum Thema „Störfaktor – Religionsunterricht“. Dazu waren die Leitungen der Schulen im Einzugsbereich unserer Gemeinde eingeladen.

Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler besucht nach wie vor den „Reli“. Doch in den letzten Jahren mehren sich die Klagen seitens der Schulen, dass es immer schwieriger wird, den Religionsunterricht in den Stundenplan der Schulen einzubauen. Hinzu kommt, dass besonders in den Grund-, Haupt- und Berufsschulen viele Kinder und Jugendliche keiner oder einer anderen Religion angehören. Für diese gibt es oft kein Ersatzfach. Trotz dieser Schwierigkeiten war man sich einig, dass unseren Schulen und auch unserer Gesellschaft etwas fehlen würde, wenn es den Religionsunterricht nicht mehr gäbe, nämlich der Austausch und die Vermittlung von Werten, wie sie beispielsweise in den 10 Geboten genannt sind und die Diskussion über Sinnfragen unseres Lebens. Außerdem bietet der Religionsunterricht im Fächerkanon der Schule immer noch die Chancen, spontan auf Anliegen von Schülerinnen und Schüler intensiv einzugehen.

Eine weitere Station war die Zukunftskonferenz am Wochenende 22. und 23.10. vor der eigentlichen Visitationswoche. Nicht nur Mitarbeitende unserer Gemeinde und aus der Nachbarschaft, sondern auch Vertreter von Einrichtungen und Institutionen waren zusammengekommen um über künftige Perspektiven und Ziele zu diskutieren und diese am Ende zu bündeln.

Dann begann montags die eigentliche Visitationswoche mit dem Besuch von Gruppen und Kreisen sowie des Kindergartens durch Mitglieder der Kommission, der Prüfung der Pfarramtsverwaltung, den Gesprächen mit den Ältesten und dem Gemeindepfarrer. Der festliche Gottesdienst, mitgestaltet vom Sing- und Bläserkreis und die Gemeindeversammlung am Reformationstag beschlossen die Visitation. Im Rahmen der Gemeindeversammlung nannte Dekan Dr. Henrik Stössel drei Ziele, die zuvor mit dem Ältestenkreis vereinbart wurden:

1. Die Buckenberggemeinde intensiviert die Zusammenarbeit mit der
Haidachgemeinde (z.B. Gemeindebrief, Kirchenmusik, Ökumene, Kindertagesstätte Tiergarten, Kinder- und Jugendarbeit, regelmäßiger Kanzeltausch).

2. Die Buckenberggemeinde nimmt die Lebenswirklichkeit im Stadtteil offensiv wahr und geht aktiv auf die Menschen und Institutionen im Quartier zu (z.B. Lebenshilfe, August-Kayser-Stift, Hochschule, Schulen). Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, welche Rolle das „offene Gemeindehaus“ spielen kann.

3. Der Gemeindebeirat trifft sich einmal jährlich – auch zur Förderung des gegenseitigen Kennenlernens der Gruppen und Kreise.

4. Im Frühjahr 2013 findet ein Zwischenbesuch statt.

Nach Bekanntgabe dieser Ziele fragten sich manche kritisch, warum nicht alle Vorschläge der Zukunftskonferenz in die Zielvereinbarung aufgenommen wurden. Sicher konnten nicht alle Ziele genannt werden, das bedeutet aber nicht, dass Bereiche wie Aufbau der Jugendarbeit, Weiterentwicklung der Gottesdienstkultur und der Seniorenarbeit damit unwichtig geworden sind. Gemäß unserer Ressourcen sollen auch diese Arbeitsfelder weiterentwickelt werden. Im Gespräch mit der Kommission war uns aber wichtig, profiliert drei Schwerpunkte zu nennen, die in den kommenden Jahren besondere Berücksichtigung finden sollen.

Abschließend bleibt der Dank an die Kommission und die Mitarbeitenden unserer Gemeinde für die Vorbereitung der Visitationswoche und ihren zusätzlichen Arbeitseinsatz.

 

        Bernhard Würfel

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.....die Perspektiventwicklung der Buckenberg-Gemeinde 2005

Die Beratungen zur Perspektiventwicklung hatten am 15. und 16. April 2005 stattgefunden. 18 Frauen und Männer aus der Gemeinde trafen sich mit den beiden Moderatoren, Kirchenrat Hans-Martin Steffe und Pfarrer Ewald Förschler in unserem Gemeindehaus. Ihre Gespräche und Arbeit an den beiden Tagen standen unter folgendem Bibelspruch, den sie zu Beginn auswählten:

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,

sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Ferner stellte die Gruppe die gegenwärtige Situation unserer Gemeinde fest und diskutierte und formulierte im weiteren Verlauf, wie die Gemeinde in einigen Jahren aussehen sollte.

Das Ziel: 

Wir sind eine offene Gemeinde von Kindern,

Erwachsenen und Jugendlichen.

Unsere Quelle ist Jesus Christus.

Wir laden ein zum Verweilen und Aufatmen,

Kraft schöpfen und Mitgestalten.

In acht Kleingruppen wurde überlegt, wie dieser Perspektivsatz in konkreten Maßnahmen für unsere Gemeinde im Blick auf das Jahr 2010 umgesetzt werden könnte.

Dabei erarbeiteten die Gruppen folgende Projektschwerpunkte, für die Interesse besteht:

·       Konfirmierte zur Mitarbeit gewinnen

·       Musik im Gottesdienst

·       Religionsunterricht für Erwachsene

·       Ermunterung zur Übernahme von Verantwortung in der Gemeinde

·       Predigtnachgespräche

·       Jugend-Gottesdienst mit Band „Aufwind“

·       „Moderne“ Gottesdienste

Die jeweiligen Projekte sollen von 3 bis 5 Personen begleitet werden; ferner sollte sich eine Begleitgruppe bilden, ebenfalls aus 3 bis 5 Personen.

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Der Hauskreis unserer Gemeinde hat sich zur ersten Aussage unseres obengenannten Perspektivsatzes Gedanken gemacht:

Wie soll unsere Gemeinde in fünf Jahren aussehen?

Wünschenswert wäre, dass sich Menschen jeden Alters eingeladen fühlen und sich über die Schwelle von Kirche und Gemeindehaus trauen. An festgelegten Abenden wollen wir lebhaft diskutieren; nicht nur über theologische Themen, sondern auch über allgemeine Lebensfragen.

Einmal im Monat treffen sich Jugendliche mit jüngeren Erwachsenen und sprechen über Fragen, die sie beschäftigen.

Durch diese vielfältigen Begegnungen erhoffen wir uns ein Zusammenwachsen und Zusammengehörigkeitsgefühl von Jung und Alt in unserer Gemeinde

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Liebe Gemeinde,

erinnern Sie sich noch an den Gemeindebrief vom Sommer 2005 ?

Auf der Titelseite war folgender Bibelspruch zu lesen:

 „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,

sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

18 Frauen und Männer aus unserer Gemeinde, die an der Perspektiventwicklung im April 2005 teilgenommen hatten, wählten dieses Wort aus dem zweiten Brief des Paulus an Timotheus aus und es begleitet seitdem die Gemeinde in die Zukunft.

 Bei der Gemeindeversammlung im gleichen Jahr entstand dann auch der Wunsch, diesen Leitspruch als Wandschmuck im Gemeindehaus sehen zu können. Ein Gemeindeglied setzte sich daraufhin mit der Künstlerin und Pfarrersfrau Maya Huber in Verbindung; sie gestaltete das Bibelwort in einer besonderen Kalligraphie (220 x 100 cm), die nun zur Freude aller seit dem Jahr 2006 im Gemeindesaal hängt.

 

Kalligrafie

Gedanken der Künstlerin zu ihrem Werk:

Es liegt einige Zeit zurück, dass die Anfrage an mich herankam, ob ich den Text 2. Tim. 1, 7 als große Schrifttafel gestalten könnte. Der Gedanke, dass eine Gemeinde sich einen solchen Leitsatz wählt, hat mich fasziniert. Der Text war mir auch vertraut. Aber es war dann doch etwas anderes, mich in dieser Weise auf ihn einzulassen, zögernd überlegend, über Form, Größe, Technik, Schriftgestaltung nachdenkend. Ich habe mich in den Text hineinbegeben wie in einen Raum. Ein Treffen anfangs November im Gemeindehaus machte den weiteren Weg klarer und so ging ich an die Ausgestaltung im Großformat.

Aus dem ersten Teil des Textes, aus dem „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht“, dieser Zusage, die der selbst in Bedrohung lebende Paulus dem jungen Timotheus gibt, geht es immer stärker in die Helligkeit der Zusage Gottes. Wie soll ich Gott darstellen? – Dies kann nur in purem Gold geschehen. Von hier aus strahlt das Licht in warmen hellen Farben und spielt mit dem Blau, das einerseits im Dunkel der Furcht zu finden ist, das aber auch für Kraft steht. Kraft, Liebe, Besonnenheit – ich wählte die Schrift, die bereits Paulus in dieser Form in Rom gesehen haben mag... Und während der Arbeit leuchtete es plötzlich in dem Wort Besonnenheit auf – da steckt ja das Worte Sonne drin! So können Kraft, Liebe, Besonnenheit erwachsen aus dem sich öffnen und sich der Liebe Gottes aussetzen.

Möge dieser Dreiklang aus dem Geschenk Gottes bestimmende und tragende Kraft sein im persönlichen und im Gemeindeleben und damit Ausstrahlung gewinnen nach außen.

 Maya Huber, Frankfurt im Januar 2006

 

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